Samstag, 8. September 2012

Donnerstag, 6. September 2012

Sonne thront über Südtirol

Es ist schön, sich abends in einem herrlichen Bauerngarten über den Verlauf eines abwechslungsreichen Etappentages Gedanken machen zu können. Heute erreichten wir erstmals nicht zusammen das Ziel im Etappenort St. Vigil. Dafür gibt es mehrere Gründe, von denen wir jetzt berichten. Auf der gestrigen Etappe hatte Dirk sehr große Probleme beim Bergablaufen, so dass nicht absehbar war, wie es heute laufen könnte. Da sich Dirk nach erreichen des Startplatzes noch in Ärztliche Behandlung begab, schaffte er es nicht rechtzeitig zum obligatorischen Check-in. Rainer wartete dort vergeblich und nahm an, dass Dirk vom Rennarzt Startverbot bekam. Um Punkt 8 Uhr startete Rainer aus Startblock B und Dirk checkte am Ende des Feldes ein. Also ging es als getrenntes Team auf die Reise von Sand in Taufers nach St. Vigil. Nach einer kleinen Anlaufphase im flachen Terrain ging es bis 1400m steil bergauf. Anschließend ging es in die Ebene und wir liefen fast 10 Kilometer auf einer asphaltierten Strecke bis an den Fuß der Kronplatzes. Das Wetter besserte sich zusehends, so dass man während des steilen Aufstiegs zum 2279m hohen Gipfel den Einen oder Anderen schönen Ausblick erhaschen konnte. Dirk folgte Rainer mit einem ca. 10 minütigen Abstand auf dem rasanten Downhill. Ohne das sie voneinder wussten, erreichte Rainer ca. 10 Minuten vor Dirk das Ziel der 6. Etappe. Normalerweise wird in diesem Fall eine Strafe von 1 Stunde ausgesprochen, denn laut Reglement dürfen sich die Teampartner nur 2 Minuten voneinander entfernen. Leicht gehandikapt, aber frohen Mutes sehen wir der morgigen, vorletzten Etappe nach Niederndorf entgegen.

Dienstag, 4. September 2012

Bergfest im Ahrntal

Auf unserer heutigen Etappe sollten wir mit der Birnenlücke auf 2665m, den höchsten Punkt auf dem diesjährigen Transalpine-Run erreichen. Nach dem Startschuss und begleitet vom obligatorischen "Highway to Hell" ging es zunächst bei mäßiger Steigung über 10 Km an den Fuß der Krimmler Wasserfälle die bereits im Nationalpark Hohe Tauern liegen. Hier erwartete uns der erste heftige Anstieg mit Blick auf das herabstürzende Wasser. Einer Schotterstrasse durch eine weite Almenlandschaft folgend, erreichten wir den Anstieg zur Birnenlücke. Nun wurde es heftig! Auf Grund der Steigung und der dünnen Luft, pumpten wir wie die Maikäfer. Endlich konnten wir auf der schneebedeckten und in Nebel gehüllten, Birnenlücke die Grenze nach Italien überqueren. Da es hier oben sehr kalt und windig war, machten wir uns sofort auf den Abstieg. Nun ging es mit großen Schritten nach Prettau im Ahrntal, den Zielort der heutigen Etappe. Wir sind froh, mit dem heutigen Tag Halbzeit "feiern" zu können und noch alsTeam im Rennen zu sein, was keinesfalls selbstverständlich ist, wie die zahlreichen Ausfälle zeigen.

Montag, 3. September 2012

Pigalle, Pigalle, Nebel an der Mausefalle

Nachdem Wolfi, der Streckenplaner, uns am heutigen Morgen zumindest etwas Sonne in Aussicht stellte, starteten wir erwartungsvoll von Kitzbühel Richtung Neukirchen. Zügig ging es über Wald- und Forstwege den Wolkenverhüllten Hahnenkamm entgegen. Kurz vor dem Gipfel durften wir Teile der weltbekannten Skiabfahrt "Streif" bewundern. Es ist Atemberaubend, sich vorzustellen, wie die Rennfahrer sich durch die Mausefalle katapultieren. Als "Otto Normalverbraucher" möchte man dort nicht einmal hinauflaufen, geschweige denn aus Skiern runter rasen. Nun wieder zurück zu unserer heutigen Etappe. Im Gegensatz zu gestern, hatten wir während es die gesamte Zeit mit Nebel und Kälte zu tun. Die Sicht betrug weniger als100 Meter. Diese Bedingungen kamen uns, wie den meisten Teams aber entgegen. Am Ende konnten wir uns über einen 20. Platz in der Masters Kategorie freuen. Sicherlich wäre es noch schönen gewesen, die imposanten Gipfel der Hohen Tauern bewundern zu können. Aber wer weiß, was Wärme und Sonnenschein mit uns angestellt hätte...

Sonntag, 2. September 2012

Einbruch am Brennenden Palven

Was auf dem Streckenplan ganz moderat aussah entpuppte sich für uns dann als Hammeretappe. Bei kühlen und trockenen Laufwetter ging es vom Ortskern in St. Johann gleich in den steilen bewaldeten Aufstieg, an dessen Ende wir dann gnadenlos durchgereicht wurden. An der ersehnten Verpflegungstation wurden die Depots wieder gefüllt, aber wir konnten leider nicht zur Stärke des Vortages zurückfinden. Als wir den Kamm passiert hatten, riss es etwas auf, die Sonne kam durch und bescherte uns einige schöne Ausblicke auf das Kaisergebirge. Endlich im Ziel angekommen führte und der erste Weg zur Massage, die wir sehr genossen. Nun heißt früh schlafen gehen, neue Kraft schöpfen und hoffen dass es morgen wieder besser läuft.

Samstag, 1. September 2012

Zum Auftakt Platz 17 in der Masterswertung

Nachdem uns gestern 7-10 Grad und Dauerregen durch den Tag begleitete sind die Vorraussetzungen für einen optimalen Auftakt wenig verheißungsvoll gewesen. Doch Petrus hatte mit uns und ca. 300 weiteren Teams ein Einsehen. Ruhpolding präsentierte sich am Morgen zwar wolkenverhangen aber trocken. Da wir bereits im vergangenen Jahr an der Westroute teilnahmen, agierten wir diesmal in unseren Startvorbereitungen etwas abgeklärter. Um kurz nach 9 Uhr erfolgte unter großem Jubel der Startschuss und wir mittenmang. Da wir in Sachen Kälteschutz übertrieben, kamen wir schnell ins Schwitzen und mussten uns einer Wäremeschicht entledigen. Dann kamen wir gut ins Rennen und fanden unseren Rhythmus. Die ersten 20 Km absolvierten wir auf leicht ansteigenden Forstwegen. Den höchste Punkt der heutigen Etappe erreichten wir nach knapp 3 Stunden auf gut 1550 Metern. Nun folgte ein sehr steiler und sehr matschiger Abstieg von 850 Hm auf einer Distanz von 3,5 Km. Nachdem wir den Talgrund erreichten mussten noch einmal auf eine Höhe von etwas 1100 Metern laufen. Besonders schwierig präsentierten sich aus unserer Sicht die letzten 8 Km. Wir liefen direkt neben einem Fluß ganz leicht Bergauf. Diese Gerade schien kein Ende nehmen zu wollen. Aber nach 6 Stunden und 8 Minuten erreichten wir glücklich und ziemlich zufrieden das Ziel der ersten Etappe von Ruhpolding nach St. Johann in Tirol. Im Anschluss an das Abendessen genossen wir noch einen 20 Minütigen Massagetermin und sehen optimistisch der morgigen Etappe von St. Johann nach Kitzbühel entgegen. Gute Nacht!