Es ist schön, sich abends in einem
herrlichen Bauerngarten über den Verlauf eines abwechslungsreichen
Etappentages Gedanken machen zu können. Heute erreichten wir erstmals
nicht zusammen das Ziel im Etappenort St. Vigil. Dafür gibt es
mehrere Gründe, von denen wir jetzt berichten. Auf der gestrigen
Etappe hatte Dirk sehr große Probleme beim Bergablaufen, so dass
nicht absehbar war, wie es heute laufen könnte. Da sich Dirk nach
erreichen des Startplatzes noch in Ärztliche Behandlung begab,
schaffte er es nicht rechtzeitig zum obligatorischen Check-in. Rainer
wartete dort vergeblich und nahm an, dass Dirk vom Rennarzt
Startverbot bekam. Um Punkt 8 Uhr startete Rainer aus Startblock B
und Dirk checkte am Ende des Feldes ein. Also ging es als getrenntes
Team auf die Reise von Sand in Taufers nach St. Vigil. Nach einer
kleinen Anlaufphase im flachen Terrain ging es bis 1400m steil
bergauf. Anschließend ging es in die Ebene und wir liefen fast 10
Kilometer auf einer asphaltierten Strecke bis an den Fuß der
Kronplatzes. Das Wetter besserte sich zusehends, so dass man während
des steilen Aufstiegs zum 2279m hohen Gipfel den Einen oder Anderen
schönen Ausblick erhaschen konnte. Dirk folgte Rainer mit einem ca.
10 minütigen Abstand auf dem rasanten Downhill. Ohne das sie
voneinder wussten, erreichte Rainer ca. 10 Minuten vor Dirk das
Ziel der 6. Etappe. Normalerweise wird in diesem Fall eine Strafe von
1 Stunde ausgesprochen, denn laut Reglement dürfen sich die
Teampartner nur 2 Minuten voneinander entfernen. Leicht gehandikapt,
aber frohen Mutes sehen wir der morgigen, vorletzten Etappe nach
Niederndorf entgegen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen