Donnerstag, 6. September 2012

Sonne thront über Südtirol

Es ist schön, sich abends in einem herrlichen Bauerngarten über den Verlauf eines abwechslungsreichen Etappentages Gedanken machen zu können. Heute erreichten wir erstmals nicht zusammen das Ziel im Etappenort St. Vigil. Dafür gibt es mehrere Gründe, von denen wir jetzt berichten. Auf der gestrigen Etappe hatte Dirk sehr große Probleme beim Bergablaufen, so dass nicht absehbar war, wie es heute laufen könnte. Da sich Dirk nach erreichen des Startplatzes noch in Ärztliche Behandlung begab, schaffte er es nicht rechtzeitig zum obligatorischen Check-in. Rainer wartete dort vergeblich und nahm an, dass Dirk vom Rennarzt Startverbot bekam. Um Punkt 8 Uhr startete Rainer aus Startblock B und Dirk checkte am Ende des Feldes ein. Also ging es als getrenntes Team auf die Reise von Sand in Taufers nach St. Vigil. Nach einer kleinen Anlaufphase im flachen Terrain ging es bis 1400m steil bergauf. Anschließend ging es in die Ebene und wir liefen fast 10 Kilometer auf einer asphaltierten Strecke bis an den Fuß der Kronplatzes. Das Wetter besserte sich zusehends, so dass man während des steilen Aufstiegs zum 2279m hohen Gipfel den Einen oder Anderen schönen Ausblick erhaschen konnte. Dirk folgte Rainer mit einem ca. 10 minütigen Abstand auf dem rasanten Downhill. Ohne das sie voneinder wussten, erreichte Rainer ca. 10 Minuten vor Dirk das Ziel der 6. Etappe. Normalerweise wird in diesem Fall eine Strafe von 1 Stunde ausgesprochen, denn laut Reglement dürfen sich die Teampartner nur 2 Minuten voneinander entfernen. Leicht gehandikapt, aber frohen Mutes sehen wir der morgigen, vorletzten Etappe nach Niederndorf entgegen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen